Hallo zusammen,

heute möchte ich euch eine Anleitung vorstellen, wie man Tulip Förmchen selbst basteln kann. Das hatte ich ja in meinem Beitrag „Riesenmuffins“ schon angekündigt und aufgrund einiger Nachfragen kommt nun heute endlich die Anleitung.

Leider gibt es fertige Tulip-Förmchen nur in einigen wenigen deutschen Online-Shops zu kaufen und dort sind sie auch nicht besonders günstig. Ich habe mir deshalb welche aus England bestellt. Das war zwar etwas günstiger, aber die Qualität der Förmchen war dann doch etwas anders als erwartet – ich war der Meinung, dass der Hersteller hier einen speziellen Lebensmittelkleber verwendet, der sie stabil zusammen hält. Das war aber nicht der Fall und deshalb war ich sofort der Meinung, dass man so etwas auch selbst basteln kann. Ein paar Tage später hab ich mich ans Werk gemacht und ein bisschen herumprobiert. Am besten hat es mit der hier vorgestellten Variante geklappt – und außer der Farbe war kein großer Unterschied zu den fertig gekauften Förmchen zu sehen.

Auf dem ersten Bild seht ihr schon mal das Ergebnis (das dunkelbraune Förmchen ist gekauft und die anderen beiden sind selbst gefaltet):

Es ist ratsam, die Förmchen zum Backen in ein Muffinblech zu stellen, da sie sonst nicht halten. Das ist sowohl bei den gekauften, als auch bei den selbst gefalteten der Fall.

Was ihr dazu benötigt:

Backpapier
Schere
2 Gläser
Bügeleisen
Muffinblech

Zu den Gläsern: sie sollten von der Größe her in etwa in das Muffinblech passen. Wichtig dabei ist, dass sie konisch sind. Am besten funktioniert es mit zwei leeren Kerzenhaltern aus Glas von Ikea (Tindra).

Hier hab ich eins meiner gekauften Tulip-Förmchen mal auseinander gefaltet, so dass man sieht, wie in etwa man später falten muss.

Wichtige Erkenntnis: Weniger ist mehr! Wie ihr hier seht, ist das Backpapier nur an den vier geraden Kanten jeweils zwei bis drei Mal gefaltet. Das habe ich bei den ersten Versuchen zunächst nicht berücksichtigt – und dementsprechend sah das Ergebnis auch nicht so schön aus. Also für später beim Falten merken ;-)

Nun zur Anleitung: Zuerst müsst ihr aus dem Backpapier Quadrate in einer Größe von 16 x 16 cm zuschneiden. Diese legt ihr nun jeweils über das Glas. Jetzt mit den Fingern die Spitzen nach unten ans Glas drücken und jeweils dazwischen das Backpapier falten. Auf dem nächsten Bild kann man das ganz gut erkennen:

Wenn ihr damit fertig seid, kommt das zweite Glas ins Spiel. Die Gläser dabei schön fest ineinander pressen.

Wenn ihr das Förmchen nun heraus nehmt, sieht es allerdings noch nicht besonders hübsch aus. Das macht aber nichts, denn jetzt kommt erst der wichtigste Part: das Förmchen muss gebügelt werden. Schaltet dazu das Bügeleisen auf die höchste Stufe ohne Dampf. Mit der Spitze vom Bügeleisen werden nun jeweils die gefalteten Stellen glatt gebügelt.

Danach ist es doch schon ganz ansehnlich, oder?

Jetzt könnt ihr die Förmchen in das Backblech stellen und etwa dreiviertel mit Teig befüllen. Und wenn sie fertig sind, sehen sie aus als hättet ihr sie beim Bäcker gekauft! Versprochen!! ;-)

Ich habe dieses Rezept verwendet und leicht abgewandelt, indem ich statt Vanillepudding ein Päckchen Schokopudding und 2 Esslöffel Kakao verwendet habe. Am Schluss habe ich noch einen in Würfel geschnittenen Apfel untergehoben.

Bei dieser Teigmenge reicht das Rezept für 6 bis 7 Muffins – aber glaubt mir, das hört sich nur an als wären es zu wenig. Meistens schafft man wirklich nur einen dieser Riesenmuffins ;-)

Toll fand ich auch die Umsetzung auf diesem wunderbaren Blog mit weißem Butterbrotpapier und Blaubeermuffins. Sie sehen absolut köstlich aus – das Rezept muss ich demnächst unbedingt ausprobieren!

Liebe Grüße,

Daniela

 

    • daniela says:

      Kleiner Nachtrag für alle, bei denen die Förmchen beim ersten Versuch noch nicht so schön geworden sind:

      Ich habe in meiner Anleitung noch einen kleinen Tipp ergänzt – schaut euch das Bild von der auseinander gefalteten gekauften Version noch einmal genau an. Das Backpapier ist dort nur an den geraden Kanten (auf keinen Fall an den vier Ecken) jeweils zwei bis drei Mal gefaltet.

      Wenn man mehr Falten verwendet, sieht das Ergebnis nicht so schön aus und es ist auch wesentlich komplizierter zu falten bzw. danach auch zu bügeln. Auf das Bügeln solltet ihr nicht verzichten – das macht wirklich nochmal einen großen Unterschied aus.

      Daniela

  1. Pingback: Anonymous
  2. Marie Schmidt says:

    Hi Daniela, danke dass Du dir die Zeit genommen hast die Bastelanleitung so schön zu bebildern – wobei ich mir immer noch etwas unsicher bin wie exakt das Backpapier gefaltet werden muss, so richtig sauber habe ich es nicht hinbekommen.

    Muffins kann man ja prima verschenken, das würde wieder gut in meinen Geschenke-Blog http://www.fantastischegeschenke.de passen – vielleicht schreibe ich ja mal was darüber und verlinke dann auf Deine Bastelanleitung.

    Liebe Grüsse

    Marie

  3. Tüttelmann, Lothar-Küchenmeister/Hotelkaufmann says:

    Das finde ich einen tollen Tipp, denn sonst müsste man zum Profi-Muffin-Backen gleich 1000 st. kaufen.

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