Hallo ihr Lieben,

nicht alle Eltern sind mit einem Baby gesegnet, dass Tag wie Nacht gleich gut schläft und egal wo oder wie laut es irgendwo ist, einfach so von alleine einschläft. Meistens ist das Gegenteil der Fall und gerade tagsüber, wenn viel zu viele Reize auf das Baby einströmen, fällt das Einschlafen schwer.

Tragen funktioniert hingegen meistens und Tragetücher oder Babytragen sind ein wahrer Segen. Allerdings wird das Baby mit zunehmendem Lebensalter immer schwerer. Beim ersten Kind kann man sich die Zeit zwar häufig nehmen und es einfach auf dem Arm oder auf dem Bauch schlafen lassen, aber spätestens beim zweiten ist das nicht immer möglich. Bei uns hat auch das Ablegen nach dem Einschlafen meist nicht funktioniert (außer nachts), so dass ich ständig auf der Suche nach der ultimativen Lösung war.

Ich las dann im Internet etwas über Federwiegen. Ein Korb kam für uns nicht mehr in Frage, da selbst die Schale für den Kinderwagen mittlerweile fast zu klein wurde. Ich liebäugelte dann mit einem Modell aus Stoff, das mehr an eine Hängematte erinnert. Aber der stolze Preis schreckte mich ein wenig ab, da ich auch nicht wirklich daran glaubte, dass es funktionieren würde. Daraufhin fand ich mehrere Anleitungen, wie man eine Federwiege selbst nähen kann. Letztendlich entwarf ich dann ein eigenes Modell und passte die Größe an unsere Stubenwagenmatratze an, für den wir leider keine Verwendung hatten (der kleine Mann wollte darin einfach nicht schlafen).

Eine passende Feder gab es im Internet zu bestellen, das restliche Zubehör ebenfalls. Den Stoff habe ich mit Textilfarbe verschönert. An den Seiten habe ich noch Taschen angenäht, hier kann man Schnuffeltuch oder kleines Spielzeug schnell verstauen. (Oder den Schnuller, aber dieser wird mindestens genauso vehement wie der Stubenwagen abgelehnt…)

Beim ersten Versuch war ich sehr skeptisch, unser Prinz ebenfalls. Zuerst wurde ein wenig gequengelt, aber die sanft schwingenden Bewegungen der Feder und das leichte Wiegen führten schnell dazu, dass ihm die Augen zufielen. Er schlief über eine Stunde – und das tagsüber! Auch bei den folgenden Versuchen funktionierte es meistens. Sogar das schlafend Ablegen ist so kein Problem mehr, selbst wenn er dabei kurz wach wird, schläft er sofort wieder ein. In der Wiege ist es wohl doch bequemer, als auf meinem Arm ;-) Und gesund ist es auch, weil dadurch ein runder Rücken unterstützt wird, wie es für die ersten Lebensmonate empfohlen wird.

Der erste Auftrag für ein weiteres Modell ist ebenfalls bereits in Arbeit. Die Eltern waren nach dem Probeliegen begeistert, dass sich der Nachwuchs darin pudelwohl fühlte und einfach einschlief.

Liebe Grüße

Daniela

 

    • daniela says:

      Hallo Melanie,
      danke :-) Die Feder habe ich bei Amazon bestellt, hab aber eben gesehen, dass es die gar nicht mehr gibt…
      Liebe Grüße
      Daniela

  1. Ani says:

    Hallo!
    Die Wiege sieht echt spitze aus!
    Schenkt sich echt nix mit dem teuren Original!
    Kannst du mir vielleicht sagen, welche Anleitung/Schnittmuster du benutzt und abgewandelt hast?
    Bin mir unsicher und wäre um deinen Rat dankbar!
    Lg Ani

    • daniela says:

      Nun möchte ich auch endlich einmal diverse Anfragen beantworten, welche Anleitungen ich als Inspiration verwendet habe.

      Das kann ich gar nicht genau sagen, da ich letzten Endes doch etwas ganz eigenes geplant habe – eben an eigene Vorgaben wie die Größe der bereits vorhandenen Matratze angepasst.

      Sehr gut fand ich die Anleitung von Siebenhundertsachen (https://siebenhundertsachen.wordpress.com/2013/06/07/baby-hangematte-making-of/). Dort findet man eine tolle Zeichnung zur Größe der Wiege.

      Ich musste von den Maßen letztendlich abweichen, da ich ja unsere vorhandene Wiegenmatratze unterbringen wollte, die aber weiterhin herausnehmbar bleiben sollte um z. B. auch mal den Bezug zu waschen. Und außerdem wollte ich einen anderen Verschluss haben.

      Und vieles habe ich mir auch von Artikelbildern von fertig zu kaufenden Federwiegen abgeschaut – auch welches Zubehör weiterhin benötigt wird.

      Aber kurz gesagt – es ist kein Hexenwerk. Wenn man eine Federwiege nähen möchte und man einen ganz groben Anhalt zur Größe hat, so funktioniert alles am Ende dann doch. Durch die Holzlatte ist das ganze dann noch in der „Biegung“ der Liegefläche anpassbar. Je nachdem ob man es nach oben oder unten schiebt.

      Einige Denkfehler hat man beim zusammennähen meist trotzdem dabei. Also lieber zweimal überlegen, bevor man mit dem teuren extrastarken Nähgarn meterweise Stoff vernäht und man es am Ende noch einmal auftrennen muss ;-)

      Liebe Grüße

      Daniela

  2. Kerstin says:

    Die Wiege ist super schön geworden und motiviert mich dazu auch eine zu nähen. Ich würde auch gerne wissen welche Anleitungen/Schnittmuster du als Vorlage genommen hast und abgewandelt hast. Oder gibst du sogar dein abgewandeltes weiter?
    Danke und liebe Grüße!

  3. Uli says:

    Hallo ich würde mir auch gerne selber eine Federwiege nähen, da bald unser drittes Mädchen erwartet wird. Welchen Stoff hast du für die Federwiege genommen? Ich bin mir da noch sehr unsicher, da sie ja auch stabil aber auch kuschelig sein soll.
    Vielen Dank für deine Hilfe!

    • daniela says:

      Hallo Uli! Für die Federwiege habe ich festen Baumwollnessel genommen. Ist nun aber schon länger her, so dass ich es nicht mehr hundertprozentig sagen kann, welches Gewicht pro Meter der z. B. hatte. Zum Nähen hab ich dann auch extra starkes Garn verwendet und alles doppelt vernäht, das war sehr stabil.
      Man kann da gut eine kuschelige Decke mit rein legen, dass es schön gemütlich wird.
      Liebe Grüße

  4. Alexandra says:

    Hallo Daniela! Sieht super aus! Mich würde interessieren, wie lange du ungefähr dafür brauchst und vor allem, auf welche Kosten du kommst. Bei einer 170€ *** kann ich mir gut vorstellen, dass sich das rechnet. Aber wo liegt der Aufwand im Vergleich zu einer deutlich günstigeren ***. Siehe z.B. ***? LG Alex

    • daniela says:

      Hallo Alexandra,

      je nach dem wo man den Stoff und das weitere Zubehör wie Karabiner und Kette kauft, kommt man auf unterschiedliche Gesamtkosten. Muss man beispielsweise Versandkostenn einrechnen, oder hat man günstige Geschäfte in der näheren Umgebung? Die Textilfarbe muss man natürlich auch mit einrechnen, wenn man sie extra nur dafür kaufen muss und danach nicht weiter verwenden kann. Die Feder ist ein relativ fester Posten, die bekommt man nicht unbedingt unter 25 € zu kaufen. Am Nähgarn würde ich auch nicht sparen – lieber zu Markenprodukten greifen, das erspart Ärger mit in der Nähmaschine klemmenden Fäden… Und wenn man die Matratze auch kaufen muss und sie nicht wie wir aus einem leider ungenutzten Stubenwagen übrig hat, muss man dafür weitere 20 € fest einplanen. Insgesamt kommt man auf ca. 70 – 85 €.

      Aber hier kommt der wesentliche Vorteil (ohne von dem einzigartigen und individuell anpassbaren Design mit den Moosgummi-Stempeln zu sprechen):
      Die Maße der Federwiege sind größer als bei der „normalen“ von dem durch dich zuerst genannten Hersteller. Dort gibt es auch noch eine größere teurere Federwiege zu kaufen, wenn das Baby dann etwas gewachsen ist. Man muss bei meinem Modell lediglich darauf achten, ab einem gewissen Gewicht des Babys ggf. die Feder zu tauschen (das Mindest- und Maximalgewicht sollte angegeben sein), ansonsten kann alles länger verwendet werden, da sie größer dimensioniert ist.

      Außerdem fand ich den Verschluss der Federwiege für mich nicht passend und habe ihn deshalb anders gemacht. Ich habe einen separaten Stofflappen angenäht, den man aufgeknöpft komplett nach unten hängen lassen kann. So kann der Nachwuchs die Federwiege später auch gut als „Hängesessel“ verwenden und man hat ein individuelles Lieblingsstück geschaffen, dass die Kleinen in ihrem Leben sehr lange begleiten darf und in Erinnerung bleibt. Und vielleicht vererbt man es später ja einmal an die Enkel weiter, der Gedanke ist doch zumindest wundervoll.

      Liebe Grüße

      Daniela

  5. Stefanie says:

    Hallo,
    könntest du eventuell kurz erklären, wie du den Einschub für die Matratze genäht hast? Alles andere ist mir bereits klar, aber da hängts irgendwie am Vorstellungsvermögen. Vielen Dank
    Liebe Grüße

    • daniela says:

      Hallo Stefanie,

      ich versuche es mal zu erklären und hoffe es ist verständlich. Das war ehrlich gesagt der schwierigste Teil und man sollte sich viel Zeit nehmen und gut überlegen wie man es macht. Vielleicht kannst du auch die erste Naht zunächst heften und dann probieren ob es passt.

      Also: die Enden von dem Stoff habe ich jeweils so weit überlappend zusammen genäht, dass zwischen die beiden Nähte dann die Matratze passt. Am besten misst man über die komplette Breite mehrfach den Abstand, der Stoff liegt schnell mal etwas krumm. Ruhig ein bisschen mehr Luft lassen, dass die Matratze dann auch sicher gut rein passt (besser zu viel als zu wenig).

      So entsteht am Ende quasi ein Schlauch (unten ist der Matratzeneinschub und oben wird der Stoff später in den Karabiner eingehängt). Ich habe jeweils zwei Nähte gemacht, dass muss man natürlich vorher mit einplanen, dass am Ende der Abstand trotzdem noch groß genug für die Matratze ist.

      An dem einen Ende hab ich den Einschub dann zusammen genäht und am anderen Ende Druckknöpfe angebracht, um die Matratze auch später mal herausnehmen zu können.

      Das ist echt schwer zu erklären, aber ich hoffe es war verständlich. Falls du noch Fragen hast, einfach schreiben.

      Liebe Grüße
      Daniela

  6. Eva says:

    Hallo Daniela!
    großes Lob, die Wiege sieht super und richtig hochwertig aus! Habe mich als Nähanfängerin auch dran gewagt. Bis zum Kopf- und Fußende hat auch alles super geklappt. Könntest du vlt nochmal kurz erklären, wie du die Stoffbahnen am kopf- und Fußende zugeschnitten hast, um sie so wie auf den Bildern vernähen zu können?? Hast du die Enden abgerundet? Und welche Maße hast du genommen? Da stehe ich irgendwie auf dem Schlauch und komme nocht weiter:(

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