Hallo ihr Lieben!

Heute habe ich eine etwas umfangreichere Projektanleitung aus der Kategorie Heimwerken für euch. Wir hatten zuhause eine große leere und langweilige Wand in der Küche, für die wir eine Dekoidee gesucht haben. Ziemlich schnell war uns klar, dass es eine Tafelwand werden soll – und so sieht das Ergebnis aus:

Zum Nachbauen benötigt ihr folgendes Material:

– Holzlatten
– Spanplatten
– Holzkitt
– Schrauben
– Dübel
– Bohrmaschine
– Akkuschrauber
– Schleifgerät und Schleifpapier
– Wasserwaage
– Holzleim

und ganz wichtig: – Tafellack

Hier seht ihr die nicht renovierte Wand, die verschönert werden soll:

Messt zuerst aus, wie groß die Vorsatzwand werden soll. Am besten ihr zeichnet euch die Größe grob an der Wand an, dass ihr es euch besser vorstellen könnt. Das Holzlattengerüst haben wir auf jeder Seite ca. 10 cm weiter innen an der Wand befestigt, d. h. die Latten müssen dementsprechend kürzer zugesägt werden.

Die Latten werden nun mit Schrauben und Dübeln an der Wand befestigt.  Am besten fangt ihr mit der obersten quer liegenden Latte an, die mit einer Wasserwaage ausgerichtet wird. Bohrt am besten zuerst die Löcher in den Latten mit einem kleinen Holzbohrer vor, haltet die Latte dann an und zeichnet die Löcher an der Wand an. Dort mit der Bohrmaschine ein Loch bohren und einen passenden Dübel verwenden.

Wenn die Latten alle befestigt sind können die Spanplatten mit Holzschrauben angebracht werden. Wir haben dafür Spanplatten mit Nut und Feder verwendet und sie jeweils an den Kanten miteinander verleimt.

Danach werden alle Schraubenlöcher und die Spalten zwischen den einzelnen Platten mit Holzkitt verspachtelt. Nachdem dieser getrocknet ist, alles mit feinem Schleifpapier glatt schleifen. Nun überall wo der Holzkitt etwas eingezogen ist ein zweites Mal spachteln, trocknen lassen und wieder abschleifen.

Jetzt kann es endlich ans Lackieren gehen. Am besten verwendet ihr hierbei eine Lackierrolle. Der Lack sollte vorher nochmal gut umgerührt werden. Es muss mindestens zweimal lackiert werden – nach dem ersten Anstrich sieht die Wand noch ziemlich fleckig aus. Aber nicht erschrecken, beim zweiten Anstrich wird das besser :-)

Wenn der Lack dann gut durchgetrocknet ist (Anweisung auf der Dose beachten) könnt ihr euch mit bunter Kreide auslassen und eurer Kreativität freien Lauf lassen.

Wir haben zusätzlich einen Weinflaschenhalter, Gläserregal und Kräutertöpfe integriert. Das Zubehör dafür findet man in der Ikea Küchenabteilung.

Die Materialkosten haben sich insgesamt auf ca. 120 Euro belaufen. Wir haben für die Tafelwand in dieser Größe nicht ganz drei Dosen Tafellack à 375 ml verbraucht.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbauen und noch einen schönen Samstag!

Liebe Grüße,

Daniela

 

  1. daniela says:

    Danke! Flaschen- und Gläserhalter gibt es bei Ikea zu kaufen. Von den Flaschenhaltern haben wir gleich zwei übereinander gesetzt, einer wäre nur für vier Flaschen gewesen.

    • daniela says:

      Hallo Christina!

      Danke! Wir haben Schultafellack der Marke Albrecht verwendet – Hornbach hat den im Sortiment. Die Farbe ist als schwarz angegeben, es wirkt aber wie ein sehr dunkles Anthrazit, wie bei einer richtigen Tafel ;-)

      Liebe Grüße,

      Daniela

  2. Patrick says:

    Hallöchen,
    hab gestern bei mir im Obi auch den Lack dieser Firma gefunden, bin aber über folgende Anweisung gestolpert: „Auf neue Tafeln aus Holz bzw. Span- und Hartfaserplatten ALBRECHT-Kunstharz-Spachtel aufziehen und abporen.“ Habt ihr das auch gemacht oder kann ich mir das schenken?
    Beste Grüße,
    Patrick

    • daniela says:

      Hallo Patrick!

      Den empfohlenen Spachtel haben wir nicht verwendet. Die Spanplatten hatten schon eine sehr glatte Oberfläche und die Fugen haben wir mit ganz normalem Holzkitt verspachtelt. Man könnte das ganze evtl. vor dem ersten Anstrich grundieren, dass es dann nicht mehr so stark saugt. Das haben wir uns allerdings auch gespart, man braucht dann aber mindestens zwei, besser drei Anstriche mit dem Tafellack.

      Liebe Grüße,

      Daniela

    • daniela says:

      Hallo Nina!

      Die Tafelwand ist 2,50 m breit und 2,35 m hoch. Wenn du magst dann schicke doch ein Foto von eurer Tafel, wenn sie fertig ist. Bin sehr gespannt :-)

      Viele Grüße,

      Daniela

    • daniela says:

      Hallo Eren!

      Bei dem Lack den wir verwendet haben sind als geeignete Untergründe nur Schultafeln, Tischtennisplatten, Holz und Metall angegeben. Bei Rigipsplatten könnte ich mir vorstellen, dass die Oberfläche dann sehr leicht zerkratzt, deshalb würde ich davon abraten.

      Bei meiner Recherche habe ich allerdings auch Tafelfarben gefunden, die man auf Putz oder Rigips auftragen kann, z. B. von Marabu. Dazu habe ich nur leider keine Erfahrungen und für eine so große Fläche fand ich die Farbe dieser Marke etwas teuer. Für kleinere Flächen ist sie jedoch sicher gut geeignet.

      Viele Grüße,

      Daniela

  3. Andreas says:

    Ihr habt das echt klasse gemacht und ich bin gerade am Planen fuer meine Wand :)

    Sag mal Daniela, wie stark ist eure Wand und wie tief sind die Holzlatten, die ihr verwendet habt?

    Viele Gruesse
    Andreas

  4. Eren Sat says:

    Hallo Daniela,

    Danke für dein Tipp. Ich habe die Wand nun mit spanholz nachgebaut. Jedoch sind an den Verbindungsstellen große abstände nach außen und innen entstanden. Ist es möglich das mit Holzkitt auszugleichen?

    Eren

    • daniela says:

      Hallo Eren,

      freut mich, dass dir die Anleitung geholfen hat. Zuerst einmal eine Frage – welche Spanplatten hast du denn verwendet, haben sie Nut und Feder? Falls ja sollten die Spalten dazwischen ja nicht allzu groß (d. h. unter 1 mm) sein und die Platten sollten relativ stabil miteinander verbunden sein. Im Optimalfall sind sie noch zusätzlich miteinander verleimt.

      In diesem Fall würde ich die Spalten mit Holzkitt auffüllen und schleifen. Das ganze dann noch mindestens 1 x wiederholen, bis die Oberfläche schön glatt ist.

      Danach würde ich mindestens zwei, ehr drei Anstriche Tafellack empfehlen, sonst wird das Ergebnis etwas fleckig. Alternativ kann man die Spanplatten vorher natürlich grundieren.

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Falls du noch Fragen hast, kannst du sie gerne stellen.

      Liebe Grüße,

      Daniela

      • Andreas says:

        Vielen Dank für die tolle Idee. Bitte beachtet den Spaß, den diese Tafel beim Reinigen mit sich bringt. Heute das erste mal abgewischt. Ein Schwamm alleine reicht definitiv nicht. Abzieher und viel Wasser und Geduld sind definitiv auch erforderlich.

        Viele Grüße
        Andreas

        • daniela says:

          Bezüglich der Reinigung der Tafelwand gehe ich immer wie folgt vor:

          Ich verwende einen großen Schwamm getränkt mit klarem Wasser, aber nicht so stark dass er tropft. Damit reinige ich etappenweise kleinere Flächen und wische diese mit einem trockenen nicht fusselnden Tuch nach.

          Durch das Nachwischen entstehen nach dem vollständigen Trocknen keine Schlieren. Wer natürlich gerade diese Schlierenoptik haben möchte lässt diesen Zwischenschritt weitgehend weg.

          Ganz wichtig bei der Reinigung ist es, den Schwamm zwischendurch immer wieder mit sauberem Wasser auszuwaschen.

          Die Variante mit dem Abzieher wollte ich bei mir nicht anwenden, da ich Angst um den Laminatboden habe, wenn der zu viel Wasser abbekommt ;-)

          Ich gestalte die Wand aber auch nur etwa 4 x im Jahr komplett neu, zwischendurch nur Teilbereiche – dafür hält sich der Putzaufwand in Grenzen, wobei ich zugeben muss, dass ich in der Schule auch nie ein Freund vom Tafeldienst war :-D

          Liebe Grüße,

          Daniela

      • Eren Sar says:

        Sie haben kein Nut und Feder. Aber ich habe es jetzt mit Leim einigermaßen hinbekommen dass die Platten an den Verbindungskanten glatt sind. Mit Schleifpapier und Holzkitt werde ich es noch optimieren.
        Aber welchen Holzkitt hast du verwendet? Muss ich das nach der Holzart kaufen oder ist das egal?

        Liebe Grüße
        Eren

        • daniela says:

          Ich habe Holzkitt in der Farbe „natur“ verwendet, das kommt den Spanplatten ziemlich nahe – wobei die Farbe hier nicht so wichtig ist.

          Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen!

          Daniela

  5. Steffi says:

    Super, Super, Super TOLL!!! Die schönste Idee, die mir im Netz begegnet ist. Vielen lieben Dank für diese Impressionen und die Anleitung. Nun startet auch in unserer Küche das Projekt Tafelwand. ;) Mich würde interessieren ob ihr vorher mit Tiefengrund gearbeitet habt und wie viel ml Tafellack von Albrecht nötig waren. Herzliche Grüße Steffi

    • daniela says:

      Hallo Steffi!

      Danke für das nette Kompliment, freut mich dass dir die Tafelwand so gut gefällt. Wir haben keinen Tiefengrund verwendet, aber ich würde das trotzdem empfehlen. Der Anstrich wird sonst an den Stellen, wo Holzkitt ist, erstmal recht fleckig. Aber spätestens nach dem dritten Anstrich sieht man davon nichts mehr. Ich schätze aber, dass nach einer Vorbehandlung mit einer Grundierung weniger Farbe benötigt wird und zwei Anstriche ausreichen.

      Wir haben insgesamt ca. 1000 ml Tafellack benötigt.

      Wünsche viel Spaß und Erfolg bei eurem Projekt :-)

      Liebe Grüße,

      Daniela

  6. Marcelio says:

    Hallo, wirklich tolles Projekt. Habe mich auch versucht und bereits die Spanplatten angebracht und die Fugen verspachtelt. Bekomme die Übergänge aber nicht hin…sodass die Spachtelstellen egal ob Fuge oder Schraubenlöcher nach dem Streichen zu sehen sind. Habe auch gut abgeschliffen aber dennoch sind die Stellen zu sehen. Habt ihr einen Tip? danke

    • daniela says:

      Hallo Marcelio,

      wenn du die Stellen so abgeschliffen hast, dass keine Unebenheiten mehr zu spüren waren, dürfte man es eigentlich spätestens nach dem zweiten oder dritten Anstrich nicht mehr sehen. Zwischen den Anstrichen aber immer gut trocknen lassen. So hat es zumindest bei uns funktioniert. Eine andere Maßnahme, falls du nur getestet und noch nicht komplett gestrichen hast, wäre natürlich vorher zu grundieren.

      Hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

      Liebe Grüße

      Daniela

      • Marcelio says:

        Habs nochmal mit ner Schleifmaschine geschliffen, zwei mal gestrichen und jetzt siehts um einiges besser aus als vorher :-) Danke!!! Von Hand Schleifen war wohl nicht so effektiv

  7. Jasmine says:

    Hallo, ich hab auch mal diese tolle Anleitung als Inspiration genutzt und das ganze nun nachgebaut. Ist das bei euch auch so, dass wenn ihr die Kreide wieder wegputzt man danach noch Schatten sehen kann? Ich bekomme die Tafel nämlich leider nicht mehr komplett sauber :(

    • daniela says:

      Hallo, also dieses Problem haben wir eigentlich nicht. Sieht man nur noch die Kreide oder sind sogar leichte Kratzer im Lack? Vielleicht hat es auch mit der Kreide zu tun. Und nicht so fest aufdrücken, wie Andi empfohlen hat, würde ich auch sagen.

  8. Andi says:

    Hallo zusammen,

    das Problem habe ich auch. du musst die Tafel mehrfach feucht abwischen und dann das Kreisewasser abtragen. Am besten mit der Kreide auch nicht so stark aufdrücken, sonst bekommt man diese Schatten leider nicht weg. Oder man schreibt einfach immer an den Stellen, an welchen man vorher den Text hatte. ;-)

  9. Daniela says:

    Ich überlege auch, mir eine solche Tafel zu bauen. Meine Frage: hast du die Zubehörteile ( Stangen, Weingärtner etc.) nur in die Spanplatte oder mit langen Schrauben auch in die Wand gebohrt?

    • daniela says:

      Ich habe das Zubehör einfach mit Holzschrauben direkt auf die Spanplatten geschraubt. Es hält bombenfest – bisher ist noch keine Weinflasche abgestürzt ;-) Viele Grüße, Daniela

  10. Mari says:

    Hallo,
    Ich habe unsere Tafel mittlerweile schon das dritte Mal gestrichen und es sieht immer noch fleckig aus. Ist das normal? Die Tafel wurde genauso wie in der Anleitung beschrieben nachgebaut, das selbe Material und der gleiche Tafellack…:(

    • daniela says:

      Hallo Mari,

      also bei uns hat sich das Fleckige wie gesagt dann gegeben. Kann aber z. B. auch mit dem Holzkitt zusammenhängen, dass es die Farbe anders angenommen hat. Komplett ausschließen kann man das vermutlich nur durch vorheriges Grundieren. War die Trocknungszeit auch jeweils lange genug?
      Ansonsten würde ich einfach mal probieren, sie mit Kreide zu bemalen und anschließend wieder zu säubern. Möglicherweise fallen die Flecken dann durch den leichten Kreideschleier nicht mehr auf.

      Ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen.

      Liebe Grüße

      • Mari says:

        Hallo Daniela,

        wir haben die Farbe jeweils 24 Stunden trocknen lassen und leider sind die Flecken auch an Stellen wo nicht mit Holzkitt gearbeitet wurde. Ich habe schon versucht die Farbe so gleichmäßig wie möglich aufzutragen, ich kann mir das einfach nicht erklären.
        Ich werde jetzt nochmal ein viertes Mal drüber gehen und dann mal schauen….
        Ich denke es wird trotzdem toll wenn die Tafel erstmal beschriftet und dekoriert ist. Vielen Dank für die schöne Idee und Anleitung!

    • daniela says:

      Hallo Tobi,

      ja die Kanten hatten wir auch geschwärzt, allerdings mit dem Pinsel. Eine Alternative wären Aluleisten aus dem Baumarkt, so haben wir es bei einer weiteren tapezierten Vorsatzwand für den Fernseher gemacht.

      LG

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>